Infoveranstaltung am Mittwoch, den 3.6. im Audimax
Rund 30 Leute waren am Mittwoch der Einladung zu einer Informationsveranstaltung über den Bildungsstreik 2009 gefolgt, darunter ErzieherInnen, Studenten der Universität und Studenten der Fachhochschule Flensburg u.a.
Stefan eröffnete die Sitzung mit einer tollen Rede, die ihr HIER
findet, wo er allgemein die guten Gründe für unsere Aktionswoche aussprach und noch einmal kurz und verständlich unsere Forderungen auflistete. Auffallend waren die sich ständig wiederholenden Schwächen und Ungerechtigkeiten unseres Bildungssystems, welche schon in den KiTas anfangen, in den Schulen weitergehen und auch in den Universitäten nicht zum Stillstand kommen.
Dann kam Jannes zu Wort und stellte trotz technischer Schwierigkeiten die bisherigen Aktionen unserer Gruppe anschaulich vor und erklärte die Herkunft der “Smartmobs” asl “Flasmobs mit politischem Hintergrund”. Aufmerksamkeit aber war das eigentliche Ziel und Aufmerksamkeit, so sein Fazit zogen die Aktionen definitif auf sich. Die Gunst der Stunde wurde gleich dazu benutzt um auf den nächsten Smartmob aufmerksam zu machen, welcher am Freitag, den 5.6. um 13.30 auf dem Südermarkt unter dem Motto “Bildung kickt” laufen wird.
Timo schloss sich dieser Ankündigung an und eröffnete die Vorschau auf die Aktionswoche mit einem Ausblick auf das vom 15.-19.6. stattfindende CampusCamp, sowie die interessante Workshops. Der 17.6., der Tag der bundesweiten Demo würde im nächsten Punkt gesonderte Aufmerksamkeit zuteil werden, aber Timo zog die Zuhörer mit einer gekonnten rhetorischen Ankündigung in seinen Bann. Nicht nur sollte am 18.6. eine Podiumsdiskussion mit echten Politikern stattfinden, sondern “da anscheinend 480 Mrd. für die Banken da sind” auch ein ‘Banküberfall’, stilecht mit zerplatzenden Seifenblasen!
Nach dieser subtilen Symbolik ging es knallhart weiter, Delil bewarb die bundesweite Demonstration am 17.6. Auch wenn die Route noch inoffiziell ist, müssen sich ängstliche Studenten keine Sorgen über Überwachungsanwesenheitslisten von Professoren machen: Eine Vollversammmlung hat auch ihre guten Seiten
Damit waren die ‘offiziellen’ Reden vorüber und von seiten des Plenums regten sich viele Hände, nicht nur zum Applaus, sondern vielmehr zur aktiven Teilnahme.
Die Diskussion entwickelte sich von zarten Annäherungsversuchen von FH – und Unistudenten(Kooperation statt Konkurrenz) über die noch werbefreie Munketoftzone und eine genauere Auflistung der verschiedenen Workshops zu einem allgemeinen und fruchtbaren Brainstorming zum Thema der Motivation der Masse: Neben den üblichen Werbungsmethoden standen großflächige Maßnahmen(Videoleinwand, Liveübertragung im Offenen Kanal, Banner an der Bahnhofsbrücke und Gelegenheiten zum gezielten Flyerverteilen zur Debatte.
Damit ging es auch direkt weiter, getreu dem Motto: “Keine Sitzung ohne Grundsatzdiskussion”, wurden inhaltliche Problematiken, wie zum Beispiel der Bologna-Prozess näher beleuchtet und wie man es von dem anwesenden Klientel erwartet in wohlgeschliffenen Worten diskursiv betrachtet. Am Ende stand das eher auf der Metaebene verankerte Diskussionssschema der Zweigleisigkeit: Nicht nur die philosophisch-abgehobene Ebene sei zu betrachten, sondern auch die real-politische Ebene.
Alles in Allem kann man trotz der im Vorfeld mehr erwarteten Gäste zufrieden auf die Infoveranstaltung blicken, sich auf die neuen Mitstreiker freuen und die frischen Ideen in der Aktionswoche zu einem guten Ergebnis zu formen.
